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August
Heinrich
Hoffmann
An meine Heimat dacht ich eben - da schrieb ich mich von Fallersleben...
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August Heinrich Hoffmann (von Fallersleben) wurde am 2. April 1798 zu Fallersleben, einem Marktflecken in Hannover, als drittes Kind des Gastwirts und Bürgermeisters von Fallersleben geboren. Die Schule besucht Hoffmann ab 1812 in Helmstedt und später in Braunschweig. 1816 beginnt er ein Theologiestudium in Göttingen, an dem er aber keinen Gefallen findet. Er wechselt zur Philologie. 1818 lernt er die Brüder Grimm kennen, die sein Interesse an der Germanistik wecken. Der Einberufung entgeht er, weil sein Vater ihn freikauft. Hoffmann unternimmt einige weiterere Reisen, u.a. nach Holland. Er gibt noch als Student eine Liedersammlung heraus, und ist als unbesoldeter Bibliothekar tätig: 1819 wird er Bibliothekssekretär in Bonn. Im Jahre 1821 befindet er sich auf einer Studienreise in Holland, wo er einige Bibliotheken besucht. 1823 schließlich erhält er eine Anstellung als Custos der Zentral-Bibliothek in Breslau. Aus finanziellen Gründen strebt er die Professorenlaufbahn an, und wird so 1830 außerordentlicher und 1835 ordentlicher Professor der deutschen Sprache und Literatur. Es kommt zu Meinungsverschiedenheiten. Hoffmann unternimmt wieder Reisen zu Bibliotheken in Deutschland und Österreich. Er veröffentlicht einige Gedichtsammlungen und eine "Handschriftenkunde". 1837 bis 1841 schreibt er seine "unpolitischen Lieder". Es folgen Verbote und die Suspension aus dem Staatsdienst 1842. Fortan führt Hoffmann ein Wanderleben, 1843 wird er aus der preußischen Staatsbürgerschaft entlassen. Immer wieder wird er von manchen gefeiert, von manchen verboten. Er dichtet viele Kinderlieder. Den wenigsten wird bekannt sein, dass der Autor Hoffmann u.a. "Ein Männlein steht im Walde", "Morgen kommt der Weihnachtsmann", "Abend wird es wieder", "Kuckuck, Kuckuck!", "Winter ade" und "Alle Vögel sind schon da!" geschrieben hat, die später von anderen vertont wurden. Seine politischen Gedichte werden in der Schweiz herausgegeben und werden zum Verkaufserfolg, jedoch bekommt er kein Honorar, viele Bücher werden bei der Einfuhr nach Deutschland beschlagnahmt. 1849 heiratet er seine Nichte Ida zum Berge, da er sie versorgt wissen will - Preussen gewährt ihm 375 Reichstaler Ruhegeld, die Ida nach seinem Tode weiterbekommen wird. 1854 übersiedelt er nach Weimar, wird dort von den Bürgern aber nur geduldet, es kommt zu einigen Konflikten mit konservativen Weimarern. Er lernt Franz Liszt kennen und benennt seinen 1855 geborenen Sohn nach diesem. Schließ zieht er mit seiner Familie nach Corvey, wo er eine Anstellung als Bibliothekar des Herzogs von Ratibor zu Corvey annimmt. 1860 stirbt seine Frau Ida, ein Schlag, von dem er sich nicht mehr erholt. Durch das entstehende Kaiserreich meint er, dass viele seine Jugendträume sich erfüllen. Am 19. Januar 1874 stirbt er in Corvey. |

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